Warum Literaturvermittlung und Leseförderung?

Jedes fünfte Kind kann nach Verlassen der Grundschule nicht sinnerfassend Lesen, das zeigt die aktuelle PISA-Studie. Dabei ist Lesen können die Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe. Es fördert so wichtige Fähigkeiten wie Empathie, Vorstellungsvermögen und eigenständiges Denken. Nicht lesende Kinder werden zu nicht lesenden Erwachsenen, denen entscheidende Fähigkeiten für die Lebensgestaltung in einer komplexen, digitalen und globalen Welt fehlen. Lesen ist Grundbaustein für den Alltag und die Zukunft!

Deutschland gehört laut der letzten IGLU- und der aktuellen PISA-Studie zu den Ländern, in denen die sozialbedingten Leistungsunterschiede besonders groß sind. Herkunft ist für den Bildungserfolg entscheidend. Wenn in die frühkindliche Bildung für alle und die Entwicklung gesellschaftlich relevanter Schlüsselkompetenzen nicht ausreichend investiert wird, entstehen später fundamentale soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Defizite.

Kindern zu ihrem Recht auf Chancengleichheit zu verhelfen, damit sie sich unabhängig von ihrer sozialen Herkunft entwickeln, ihre Talente entfalten und in eine Gesellschaft einbringen können, halten wir für einen zentralen gesellschaftlichen Bildungsauftrag. Und mit dem Lesen als wichtigster Kulturtechnik fängt alles an! Vielfältige Zugänge zur Welt der Literatur schafft der Friedrich-Bödecker-Kreis Niedersachsen. Den Schwerpunkt bilden dabei die mehr als 1000 Autorenbegegnungen mit Kindern und Jugendlichen, die wir jährlich vermitteln und unterstützen. Auch in vielen anderen Projekten engagieren wir uns dafür, dass Kinder den Weg zur Literatur, zum Lesen und zu einem kreativen Umgang mit Sprache finden.

 

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