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Maja Nielsen gewinnt Deutschen Jugendliteraturpreis

9. Oktober 2026 — Die Kinder- und Jugendbuchautorin Maja Nielsen, die seit vielen Jahren auch für die Friedrich-Bödecker-Kreise liest, wurde für ihr Jugendbuch „Das falsche Leben“ mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Hannover, 1979. Unter dem Vorwand, den todkranken Großvater auf Usedom besuchen zu wollen, reist Thomas mit seiner Familie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion in die DDR. Dort stellt sich heraus, dass Thomas’ Vater in Wahrheit ein DDR-Spion ist, der enttarnt wurde. Sämtliche Fluchtversuche zurück in den Westen scheitern, und die Familie muss fortan ein „falsches Leben“ führen, mit Fahnenappell, Stasibespitzelung, Verhör und Inhaftierung.

In der Jurybegründung hieß es: „Der hohe Innovationscharakter dieses ebenso spannenden wie informativen Jugendromans, der auf der wahren Geschichte von Thomas Raufeisen basiert, liegt im Perspektivwechsel begründet: Der Protagonist hat seine Kindheit und Jugend zunächst in Westdeutschland verbracht und findet sich anschließend in der von Misstrauen, ständigen Kontrollen und Verrat geprägten DDR wieder. Auch die Rebellion gegen den eigenen Vater, dessen Doppelleben die Familie in eine existenzielle Bedrohungslage bringt, wird auf eindrückliche Weise erzählt. Es wird deutlich, was es heißt, unter Unrecht und Willkür nicht den Mut zu verlieren. Und das sagt auch viel aus über die Bedeutung freiheitlicher Demokratie.“

Mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis zeichnet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jedes Jahr herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur aus. Der Preis wird im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vergeben.
Informationen zu den weiteren Preisträgerin gibt es hier.