Jugendbuchwochen

Jugendbuchwochen sind kommunale oder regionale Veranstaltungen der Leseförderung, bei denen sich mehr oder weniger große Initiativgruppen vernetzen. Das können einzelne Schulen sein oder Städte oder Landkreise usw. Die Initiativgruppen setzen sich in der Regel aus den an der Leseförderung Interessierten zusammen: Lehrer*innen, Bibliothekar*innen, Buchhändler*innen spielen die wichtigste Rolle, aber auch Kulturvereine, Elternvereine u. a. beteiligen sich. Wichtig ist, dass ein Arbeitskreis Jugendbuchwoche entsteht, der die vielfältigen Organisationsaufgaben auf möglichst viele Schultern verteilt. Die wichtigsten Veranstaltungsformen sind: Autorenbegegnungen in den beteiligten Schulen, öffentliche Lesungen, Elternabende zur Leseförderung, Buchausstellungen, Schreibwerkstätten, Schreibwettbewerbe für Kinder und Jugendliche, Mal- oder Plakatwettbewerbe zum Thema Buch und Lesen und vieles mehr.

Jugendbuchwochen erreichen durch den Zusammenschluss und die Größe und Vielfalt der Aktionen eine größere Öffentlichkeit. Die Presse und anderen Medien sind leichter zu aktivieren. Damit bestehen auch größere Möglichkeiten, Sponsoren und Förderer für die Jugendbuchwoche zu finden. Mögliche Geldgeber sind Kommunen, Landkreise, Sparkassen und Banken der Region, regionale Stiftungen, Landschaftsverbände, große und kleine ansässige Firmen und Betriebe und nicht zuletzt alle beteiligten Einrichtungen.

Wenn der Arbeitskreis keine Rechtsform hat (z. B. e.V.), kann er auch keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Dann wäre eine Anbindung an bestehende Einrichtungen sinnvoll (Bibliotheksgesellschaft, Bürgerstiftung, Kulturverein o. a.). Die Friedrich-Bödecker-Kreise  sind, wenn sie an der Finanzierung beteiligt sind, auch berechtigt über die eingegangenen Gelder Spendenbescheinigungen auszustellen. In jedem Fall helfen sie bei allen Organisationsfragen, insbesondere der Autorenauswahl, aber auch bei der Finanzierung, wenn diese rechtzeitig abgesprochen wird.

Erfahrungen

Der Friedrich-Bödecker-Kreis verfügt über langjährige Erfahrungen mit Jugendbuchwochen. Allein in Niedersachsen gibt es über 20 Initiativen, mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten und die von uns unterstützt werden. Diese Initiativen sind sehr unterschiedlich. Manchmal ist es ein Zusammenschluss von mehreren Schulen oder die Initiative einer örtlichen Bibliothek mit beispielsweise 20 Autorenbegegnungen. Je größer aber die Region ist, die bedacht werden soll, umso größer ist auch der Arbeitskreis und das Veranstaltungsvolumen. Über 200 Veranstaltungen/Lesungen machen zum Beispiel die Jugendbuchwochen der Stadt Braunschweig oder die Celler Jugendbuchwoche (Stadt und Landkreis Celle) zu einem Ereignis mit Strahlkraft.

Organisation und Finanzierung

Wenn in Ihrem Ort eine Jugendbuchwoche regelmäßig durchgeführt wird, erkundigen Sie sich dort, arbeiten Sie mit und bringen Sie Ihre Interessen ein. Erkundigen Sie sich beim FBK, welche Initiativen es in Ihrer Nähe gibt. Einige sind unter den Links aufgeführt.

Wenn es noch keine Jugendbuchwoche in Ihrem Ort gibt und Sie etwas anstoßen möchten, sollten Sie zunächst einen Arbeitskreis gründen. Gehen Sie nach den im Konzept vorgestellten Kriterien vor. Die wichtigsten Fragen sind: Wer beteiligt sich? Wie umfangreich wird die Buchwoche? Wie viele Autoren für welche Altersstufen werden benötigt? Welche Kooperationspartner kommen vor Ort und überregional neben dem FBK in Frage? Welche Veranstaltungen sollen durchgeführt werden? Was kosten diese? Wie können sie finanziert werden?

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne.

 

 

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