Lesung mit Lutz van Dijk aus „Irgendwann die weite Welt“
Am 8. Juni um 19 Uhr im Literaturhaus Hannover
Moderation: Frank Schäfer
Sein Leben beginnt am Stadtrand von Westberlin. In einem hässlichen Neubau gegenüber einer Flüchtlingssiedlung – und nicht weit von der Mauer. Zu einer Zeit, als es das Wort „queer“ noch nicht gibt und „schwul“ allein ein Schimpfwort ist.
Die Eltern streiten viel, traumatisiert vom Zweiten Weltkrieg, der noch nicht lange her ist: Sie waren erst fünf,
als Hitler die Macht übernahm, und noch keine achtzehn, als alles endete. Der ältere Bruder – ein Fremder, der nichts mit ihm zu tun haben möchte. Doch er sucht und findet Freundschaft – mit anderen Außenseiter*innen wie er selbst. Und irgendwann sogar Liebe und Sex – und die weite Welt.
Lutz van Dijk berichtet von seinem Aufwachsen in der Mauerstadt, bis er mit achtzehn abhaut nach New York. Ein bewegender Roman über Westberlin damals – weitgehend unbekannt selbst für jene, die später genau hier ihre Freiheit suchten.
Lutz van Dijk promovierte über Lehrerverhalten in der NS-Zeit und wurde 1992 Mitarbeiter im Anne Frank Haus in Amsterdam. Seit 2001 ist er mit seinem Mann in einem Township-Projekt in Kapstadt engagiert und setzt sich international für die Friedens- und LGBTIQ+-Bewegung ein.
Frank Schäfer promovierte über Lichtenberg und lebt als Autor, Musik- und Literaturkritiker in Braunschweig.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Friedrich-Bödecker-Kreis Niedersachsen und Literaturhaus Hannover
Kartenvorverkauf über Literaturhaus Hannover
Lehrkräfte, die mit ihren Schüler*innen kommen wollen, kontaktieren bitte den FBK: info@fbk-niedersachen.de.