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Cornelia Franz und Hervé Giraud ©Oliver Dietze

Cornelia Franz mit Deutsch-Französischem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet

2. Oktober 2026 — In Saarbrücken wurde zum 14. Mal der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis verliehen. Cornelia Franz, die seit ihren Anfängen als Autorin auch für die Friedrich-Bödecker-Kreise liest, wurde für ihr Buch „Das nennt man Glück“ ausgzeichnet. Französischer Preisträger war der Autor Hervé Giraud mit seinem Buch „La cabane de la fin du monde“.

In der Jurybegründung hieß es: „Cornelia Franz verhandelt in ihrem feinen Kinderroman ‚Das nennt man Glück‘ ein großes Thema: Die Wohnungsnot einer 7-köpfigen Familie in Hamburg mit wenig Geld. Als Familie Mirza wieder einmal eine Absage von einem Makler erhält und die Eltern resignieren, nehmen Janan und ihre vier Brüder die Sache selbst in die Hand. Sie verteilen Zettel im Viertel, erzählen möglichst vielen Leuten von ihrer Wohnungssuche, recherchieren im Internet und durchkämmen die Gegend nach Neubauten. Und ganz gleich, welche Rückschläge sie erleiden sowie die Nachricht, dass Babas Neffe im Iran durch eine Landmine ein Bein verloren hat: Sie halten zusammen. Ihre Suche liest sich fast wie ein Abenteuerroman im Wohnungsmarktdschungel. Eine Extrabrise Spannung entsteht durch das große Geheimnis der Mutter, das sie nur mit Janan teilt. Franz erschafft mit ihren liebevollen Figuren und der lebenslustigen Protagonistin ein Gegengewicht zu den Nöten des Alltags. Die fröhlich zuversichtliche Erzählstimme wird durch die markanten Illustrationen von Meike Töpperwien unterstrichen.“

Der Deutsch-Französische Jugendliteraturpreis ist ein gemeinsamer Preis zwischen Deutschland und Frankreich. Er will die zeitgenössische Jugendliteratur beider Länder bekannter machen und den literarischen Dialog fördern. Die Preisverleihung fand in der Staatskanzlei des Saarlandes mit der Ministerin für Bildung und Kultur, Christine Streichert-Clivot, und dem Generalkonsul der Republik Frankreich im Saarland, Jérôme Spinoza, statt. Der Preis ist jeweils mit sechstausend Euro dotiert. Weitere Informationen