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17. und 18. Mai 2022 – Jüdische Riten und jüdischer Alltag heute – Eine Begegnung mit Petra Kunik in der Villa Seligmann für Klassenstufen 6-13

Jüdinnen und Juden sind den meisten Schülerinnen und Schülern vielleicht nur aus dem Religions- oder Geschichtsunterricht, auch in Verbindung mit dem Holocaust, bekannt. Die Begegnung mit der Jugendbuchautorin Petra Kunik ändert dies. Im Austausch mit Jugendlichen vermittelt sie jüdische Kultur, Religion und Geschichte in Europa und lässt jüdisches Leben lebendig werden.

In Verbindung mit der Ausstellung „Befreit! Und dann?“ zum 77. Jahrestag des Gedenkens an das Ende des zweiten Weltkriegs in Europa ist die Autorin in der Villa Seligmann in Hannover am 17. und 18. Mai mit zwei Veranstaltungsformaten zu Gast.

Die Veranstaltung ist der Auftakt für eine Kooperation von Villa Seligmann und Friedrich-Bödecker-Kreis e. V. Niedersachsen.

17. und 18. Mai 2022 für Klassenstufen 6-9 und 10-13

Klassenstufen 6-9

8.15 bis 10.30 Uhr oder 11 bis 13.15 Uhr

Begrüßung in der Villa Seligmann. Petra Kunik liest aus „Der geschenkte Großvater“ – eine jüdische Kindheit im Nachkriegsdeutschland. Da ist der Tate, der Vater, ein Kenner von jüdischen Märchen und Sagen, da ist die Mame, die Mutter, die festlich die jüdischen Familienfeiern ausrichtet und Erna, die katholische Hausperle. Dazu gesellt sich der „geschenkte Großvater“ aus Amerika. Petra Kunik erzählt, wie ihre Eltern ihr ein positives lebendiges Judentum vermitteln haben und spricht mit den Schülerinnen und Schülern über jüdische Feiertage und Brauchtum.

Klassenstufen 10-13

8.15 bis 10.30 Uhr oder 11 bis 13.15 Uhr
Begrüßung in der Villa Seligmann. Petra Kunik liest Auszüge aus „Großmutter erzählt vom Hohen Rabbi Löw“ über den 12jährigen Daniel, der einen judenfeindlichen Übergriff in der U-Bahn erlebt sowie Passagen aus ihrem Essay „Meine jüdische Erinnerungskultur“. Je größer der zeitliche Graben zwischen dem Holocaust und der Gegenwart wird, desto schwerer fällt es der deutschen Gesellschaft, sich die Erinnerung an das Geschehene zu bewahren. Der Verlust der Zeitzeugen ermöglicht eine emotionale Distanzierung. Gleichzeitig erstarkt der Antisemitismus und alte Argumentationsmuster tauchen aus der Versenkung auf. Petra Kunik spricht mit den Schülerinnen und Schülern über jüdisches Leben heute in Europa und den neuen/alten Antisemitismus.

Es besteht die Möglichkeit, mit der Autorin die Ausstellung zu besuchen.

Über die Autorin

Petra Kunik, geboren 1945 in Magdeburg, aufgewachsen in Frankfurt am Main, ist aktives Mitglied der jüdischen Gemeinde. Sie ist ausgebildete Schauspielerin und Autorin von Kindertheaterstücken, Büchern, Kurzgeschichten und Essays. Sie ist interreligiöse und interkulturelle Referentin und möchte durch ihre Arbeit Brücken der Verständigung schlagen.

Anmeldung und Kosten

Teilnehmenden Schulklassen stellt der Friedrich-Bödecker-Kreis 70 Euro Teilnahmegebühr in Rechnung. Anmeldung über die Villa Seligmann / 0511-844 887 200 / info@villa-seligmann.de oder den Friedrich-Bödecker-Kreis / 0511 980 58 23 / info@fbk-niedersachsen.de

Die Villa Seligmann

Die Villa Seligmann ist eines der wenigen hannoverschen Zeugnisse des jüdischen Bürgertums vor der Schoa. Sie ist ein Ort für die Aufführung, Vermittlung, Erforschung und Dokumentation jüdischer Musik und ein Ort der Begegnung mit Konzerten, Ausstellungen und Lesungen. Für die Vermittlung gemeinsamer Werte an die nächste Generation widmet sich die Villa Seligman besonders auch dem Dialog mit jungen Menschen. Mit thematischen Hausführungen, veranstaltungsbezogenen Workshops und Konzertbesuchen ist die Villa Seligmann auch ein Ort für den außerschulischen Unterricht. Besondere Bezugspunkte finden sich in den Fächern Religion, Musik, Geschichte Sprachen und Kunst.

Informationen über weitere Schulveranstaltungen in der Villa Seligmann finden Sie auf der Homepage.