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Evangelischer Buchpreis 2022: Auszeichnung für Nikola Huppertz

Die in Hannover lebende Autorin Nikola Huppertz wird für ihr Jugendbuch „Schön wie die Acht“ mit dem Evangelischen Buchpreis ausgezeichnet. Das Buch wurde von der sechsköpfigen Jury des Leserpreises unter 124 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Der Preis wird zum 44. Mal verliehen und ist mit 5000 Euro dotiert.

In der Jurybegründung heißt es: „Nikola Huppertz erzählt auf beeindruckende Weise die Entwicklung von der sachorientierten späten Kindheit zur emotional aufwühlenden und verunsichernden Phase der Pubertät. Sehr vielschichtig kommen die Themen dieses Alters zum Ausdruck: die schmerzhafte Erkenntnis, dass Eltern nicht immer die Wahrheit sagen, die Entwicklung von Freundschaften und die Erfahrung des ersten Verliebtseins sowie das herausfordernde Zusammenwachsen in einer Patchworkfamilie.

Das Buch lässt Leser*innen an den Fragen und Überlegungen seiner liebenswerten Hauptfigur teilhaben und die emotionale Zerrissenheit dieses Alters miterleben. Dabei wird deutlich: Nicht nur die klar geordnete Welt der Zahlen kann Trost spenden, sondern auch die Welt der Worte. Ja, die Vielschichtigkeit und die Zwischentöne des Lebens und der Gefühle können Gedichte viel besser ausdrücken.

Nikola Huppertz ist ein sprachkreatives, thematisch heutiges und flüssig zu lesendes Buch gelungen, das in der schwierigen Phase zwischen Kindheit und Jugend helfen kann, die vielen Veränderungen und Eindrücke wahrzunehmen und zu verarbeiten. Erwachsenen vermittelt es darüber hinaus ein tieferes Verständnis für dieses Alter.“

Der Preis wird am 1. Juni in Wiesbaden verliehen.